Herzlich willkommen im Haus an der Allee

Projekt Demenz und Musik

 

 

Hör mal, wer da hämmert...

Der Garten bekommt ein  Update.

Die großen Strukturen sind schon gut zu erkennen: ein neuer Rundweg, der alle Gartenbereiche verbindet und an den verschiedenen Ecken zum Ver- weilen einlädt. Hier und da wird noch an einigen Feinheiten gewerkelt.

Aber wenn sich der Frühling von seiner schönsten Seite zeigt, wird alles begeh- bar  sein.

Dann haben wir ein Date - im Garten, wo sonst!

 

Die 2-Minuten-Geschichte zu Ostern

Wenn ich an Ostern denke, kommt mir zuallererst ein Bild aus meiner Kindheit in den Sinn: kleine bunte Zuckerostereier auf Moos.

 

Und dann erinnere ich mich an die Spaziergänge, die mein Opa mit mir in der Osterzeit unternahm. Sie führten uns, wie alle sonntäglichen Spaziergänge, in den nahe gelegenen Wald.

 

Damals ahnte ich nicht, dass Opa sich vorab mit allerlei Zuckerostereiern bestückt hatte, von denen er immer dann eins oder auch zwei in ein Moospolster am Waldboden plazierte, wenn ich irgendwo abseits des Weges umherstromerte.

 

Das erste Mal erweckte er meine Neugier, indem er von einem "seltsamen Gelege" erzählte zu dem er mich geschickt navigierte. Natürlich war ich begeistert. Und diese Begeisterung nahm zu mit jeden neuen Fund. Und - jedes weitere gefundene Osternest machte die Sache noch rätselhafter. Opa machte seine Sache immerhin so geschickt, dass ich nichts argwöhnte.

 

Erstaunt soll ich damals gemutmaßt haben, dass der Osterhase wohl das eine und andere Zuckerei aus seiner Kiepe verloren haben müsse. Opa hat dieser Theorie nie widersprochen. Im Gegenteil: Seine Geschichten, die er während der Spaziergänge zu erzählen wusste, zerstreuten in mir jeglichen Zweifel an einer anderen Erklärung des Zuckerei-Phänomens. So machte es auf dem Heimweg natürlich auch Sinn, eine große Handvoll Moos aus dem Wald mit nach Haus zu nehmen, um daraus im heimischen Garten ein Nest auszulegen, in der Hoffnung, der Osterhase würde bei seinen Touren das ein oder andere Ei auch darin ablegen. Was dann auch prompt geschah. Meine Theorie war bewiesen.

 

Heute weiß ich natürlich, dass der Hase als Bewohner von Feldern und Wiesen den Wald als Lebensraum meidet. Und Gärten gehören erst recht nicht zu seinem Wohlfühlbereich. Was ich aber bis heute nicht weiß, ist, wer die Zuckereier damals tatsächlich in meinem liebevoll mit Moos ausgekleidetem Nest im Garten abgelegt hat. Ich habe nur eine vage Vermutung...

 

20HD15

(H)Ausblick auf den Bückeberg